Psychotherapeutsische Therapieverfahren
In Deutschland gibt es vier vom gesetzlichen Krankenversicherungssystem anerkannte Richtlinienverfahren: Verhaltenstherapie (VT), Systemische Therapie (ST), Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie (TP) und Analytische Psychotherapie (AP). Die beiden letztgenannten Verfahren biete ich in meiner Praxis an. Sie werden auch als psychodynamische Therapieverfahren bezeichnet.
Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie (TP)
Analytische Psychotherapie (AP)
Psychoanalyse
Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie (TP)
Im Mittelpunkt der tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie steht häufig eine aktuelle Belastung oder eine klar umrissene Problematik. In den Sitzungen ergründen und betrachten wir gemeinsam Ihre inneren Konflikte und Beziehungserfahrungen, die mit den gegenwärtigen Beschwerden in Verbindung stehen und das aktuelle Erleben beeinflussen.
Durch ein vertieftes Verständnis dieser Zusammenhänge können neue Sichtweisen entstehen sowie Veränderungen im Umgang mit sich selbst und anderen möglich werden.
Analytische Psychotherapie (AP)
Die analytische Psychotherapie ist ein intensiveres und meist längerfristig angelegtes psychodynamisches Verfahren. Sie findet meist dreimal, bei entsprechender Indikation auch zwei- oder viermal pro Woche statt und ermöglicht im Vergleich zu den anderen Richtlinienverfahren eine vertiefte Auseinandersetzung mit inneren Konflikten und wiederkehrenden Beziehungsmustern mit Krankheitswert.
Neben der klassischen analytischen Arbeit auf der Couch, die einen ganz eigenen Zugang zum inneren Erleben bietet, sind auch Behandlungen im Sitzen möglich. Das therapeutische Setting orientiert sich dabei an Ihrer persönlichen Lebenssituation und Ihrem individuellen Prozess. Ziel der analytischen Arbeit ist eine nachhaltige Veränderung im Erleben und in der Gestaltung von Beziehungen.
Psychoanalyse
Die klassische Psychoanalyse unterscheidet sich von vielen anderen Therapieformen vor allem durch ihre besondere Tiefe und Offenheit. Sie bietet Ihnen einen geschützten Raum, in dem nicht nur krankheitswertige Symptome behandelt werden, sondern die eigene Persönlichkeit, innere Konflikte und wiederkehrende Beziehungsmuster umfassender verstanden werden können. Ziel ist über eine symptombezogene Entlastung hinaus ein nachhaltiger innerer Veränderungsprozess.
Durch die hohe Sitzungsfrequenz und die oft mehrjährige Dauer entsteht die Möglichkeit, sich intensiv mit unbewussten Gefühlen, Ängsten, Wünschen und frühen Beziehungserfahrungen auseinanderzusetzen. Viele Menschen erleben dadurch ein tieferes Verständnis ihrer selbst, mehr emotionale Freiheit und eine langfristige Veränderung festgefahrener Muster. Häufig geht es auch um Fragen von Identität, Selbstwert, Nähe, Kreativität oder Lebenssinn – also Themen, die über eine reine Symptombehandlung und krankheitswertige Störungsbilder hinausreichen.
Weil die klassische Psychoanalyse sehr individuell und zeitintensiv ist, wird sie im heutigen Gesundheitssystem nur eingeschränkt in Form der Analytischen Psychotherapie angeboten. Wer sich dennoch dafür entscheidet, die Kosten für eine Psychoanalyse selbst zu tragen, investiert oft bewusst in einen längerfristigen Prozess persönlicher Entwicklung. Viele Menschen empfinden dies nicht nur als Behandlung psychischer Beschwerden, sondern auch als vertiefte Form der Selbstreflexion und der persönlichen Reifung.